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Wanderung auf dem Jakobsweg in Nordspanien

Drucken 03.06.2010, 11:46 Uhr, Hotels
Der nordspanische Jakobsweg ist einer der bekanntesten Pilgerwege der Welt. Vielfach wurde "El Camino" in Filmen, Texten und Büchern beschrieben. Prominente, Sinnsuchende, Abenteuerhungrige, Kulturinteressierte und Grenzerfahrungssuchende haben den Jakobsweg von den Pyrenäen bis nach Santiago de Compostela erwandert. Raus aus der Hektik des Alltags, eins werden mit der Natur, die Langsamkeit des Gehens und das Wirken der Monotonie auf den Geist sind die Hauptmotive den rund 800 Kilometer langen Weg von den französischen Pyrenäen bis nach Galizien zu wagen. Seit den 1980ern wurde der Jakobsweg infrastrukturell ausgebaut. Die Wege wurden Instand gesetzt und mit dem Symbol der Jakobsmuschel ausgeschildert. Ein zusammenhängendes Netz von Restaurants und Unterkünften, wie Herbergen, Hostels und Hotels, wurde angelegt und regelmäßige Stempelstationen für das Pilgerbuch wurden eingerichtet.


Die meisten Pilger verbinden den Start ihrer Wanderung mit einem Besuch der Wallfahrtsstätte Lourdes. Mitte des 19. Jahrhunderts soll hier in der weltbekannten Grotte Maria erschienen sein. Zudem werden der Heilquelle in der Grotte heilende Kräfte zugeschrieben. Mit Meditation und seelischer Einkehr bereiten sich Pilger hier gerne auf den Beginn ihrer Pilgerung vor. Mit dem Zug und dem Bus fahren die meisten Pilger in die Pyrenäen zum Ort Oloron oder Saint-Jean-Pied-de-Port.

Der Weg über Oloron führt zunächst durch Jaca, wo nicht nur die Kathedrale auf Pilger wartet, sondern auch eine sehenswerte Zitadelle. Die Wanderung von Saint-Jean-Pied-de-Port führt direkt über den Pyrenäenkamm nach Pamplona mit seiner schon von Weitem sichtbaren Kathedrale. Hier verbinden sich auch die beiden Wege zum Hauptpilgerweg, der nun über Puente la Reina und Logrono bis nach Burgos führt. In Burgos legen die meisten Pilger erst einmal eine mehrtägige Pause ein, denn hier erwarten die Pilger nicht nur gemütliche Hotels und Unterkünfte, sondern auch zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel die zur UNESCO Weltkulturerbe zählende gotische Kathedrale und das Kloster Las Huelgas.

Nach Burgos führt der Jakobsweg zwischen durch eine dünnbesiedelte Landschaft, die hauptsächlich landwirtschaftlich genutzt wird. Wiesen, Felder, sanfte Hügel, kleine Bachläufe sowie pittoreske Dörfer machen den Charme der kastilischen Kulturlandschaft aus. Unterkünfte gibt es hier vor allem in Form von Herbergen. Mit Leon erreichen Pilger eines der wichtigsten Etappenziele. Die Hauptstadt der Provinz Kastilien-Leon beeindruckt durch seine imposante Kathedrale und die Basilika San Isidoro, welche ein mit prächtigen Fresken ausgemaltes Pantheon beherbergt.

El Camino führt weiter gen Westen durch eine grüne Landschaft mit kleinen Ortschaften, in denen bunte Imbissbuden und Biergärten für die Pilger eingerichtet wurden. Die schöne Stadt Ponferrada liegt unweit der Grenze zu Galizien und ist die letzte Großstadt vor Santiago de Campostela. Schon von Weitem grüßt Ponferrada Wanderer mit seiner Burg hoch über der Stadt. Zudem liegt sie am Barcena Stausee, der im Norden zwar zum Baden und Ausruhen einlädt, im Süden jedoch von Fabriken eingerahmt wird. Wer ein bisschen Zeit hat, sollte die Höhlen und Erosionsberge Las Medulas im Südwesten von Ponferrada besuchen. Je nach Sonneneinwirkung strahlen die runden Felskegel und Felsentore rötlich bis orange und muten fast schon Grand Canyon- mäßig an.

Die nächste Etappe führt nach Norden in die Römerstadt Lugo. Mächtige Stadtmauern zeugen noch heute von den Römern und verleihen der Stadt eine ganz besondere Atmosphäre. Kleine, gemütliche Hotels und Hostels muntern hier die Pilgerseele auf. Die letzte Etappe bis nach Santiago de Campostela führt durch eine wildromantische Naturlandschaft, die vom Flusstal des Mino, Laubwäldern und Wiesen geprägt ist. Überall werden die Überreste römischer Wege, Brücken und Bauwerke deutlich. Und kurz vor Santiago de Compostela lädt der herrliche Stausee Portodemouros zur Rast ein.

In Santigao de Compostela angekommen, zieht es die meisten Pilger erst einmal zum Gottesdienst in die Kathedrale. Pilger aus aller Welt und bringen ein multikulturelles Flair in die galizische Stadt, Restaurants verwöhnen die hungrigen Pilger mit spanischen Delikatessen, Hotels und Gästehäuser verwöhnen geplagte Körper im Wellnessbereich und die pittoreske Altstadt mit ihrem Pilgerheiligtum laden zur Erholung und Besinnung ein, bevor die Pilger mit dem Flugzeug wieder ihre Heimreise antreten.


Autor / Kontakt:
Hotelica.de
Frau Daniela Fehrenbacher
Bodelshausen
URL: http://www.hotelica.de

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